Waschtisch – elegant und funktionell soll er sein

Es gibt die kleinen Handwaschbecken, die zumeist im Gäste-WC platz finden und dann auch die größeren Waschtische, die sich dann für die Gesichts- oder auch Haarwäsche eignen. In der Regel ist das klassische Waschbecken aus Keramik gefertigt und ist an der Wand befestigt. Doch es gibt daneben noch eine vielfältige Auswahl an anderen Materialien und den Modellen, wie Einbau- oder Aufsatzmodell. Zudem werden die Waschtische auch als Einzel- oder Doppelwaschtisch angeboten. Damit fällt die Auswahl schwer, wenn es darum geht, ein Bad neu zu gestalten oder ein Waschbecken auszutauschen.

Mineralguss-Waschtisch oder Keramik Waschbecken?

Wer sich damit beschäftigt sein Bad zu sanieren oder dem ein Bad-Neubau bevorsteht, der kommt zwangsläufig nicht um die Frage herum: Welches Waschtisch-Material ist die bessere Wahl: Keramik oder Mineralguss? Oder aber soll doch eher ein farbiger Glas-Waschtisch oder ein Corian-Waschtisch in Weiss matt ausgewählt werden?

Als Erstes sollte bedacht werden, dass der Waschtisch, ganz egal ob als Einzel- oder Doppelwaschtisch stets den Mittelpunkt im Bad bildet. Es mag vielen eventuell absurd erscheinen, doch das gesamte Design des Badezimmers ist von dem Waschbecken abhängig, denn dieses wird am meisten genutzt. Über das Waschtisch-Design prägen viele Bad-Designer die restliche Bad-Einrichtung und eben diese Vorgehensweise sollte sich jeder zu eigen machen und seine Badplanung mit der Auswahl des Waschtisches starten.

Die einzelnen Waschtisch-Materialien

  • Corian

Bei Corian handelt es sich um einen vielseitigen acryl-gebundenen Mineralstoff, der bereits seit über 50 Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Im Laufe der Zeit wurde dieses hochwertige Material immer weiterentwickelt und wird nicht nur im Bad eingesetzt. Sondern er ist auch im Wohnbereich, Küchen und im Objektbereich wie Hotels, Gesundheitswesen, Schiffsbau und Ladenbau zu finden. Die Oberfläche von Corian ist perfekt gleichmäßig und widerstandsfähig und wirkt wie aus einem Guss. Die Formen, die mit Corian gestaltet werden können, sind unendlich ebenso wie die Gestaltungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten. Corian ist eine Kostengünstige, doch eine noch günstigere Alternative ist Tecnoril.

  • Mineralguss

Die Waschtische aus Mineralguss sind einer der Klassiker im Bad. Dieses badezimmererprobte Material kann im Grunde von seinen Eigenschaften mit Keramik verglichen werden. Diese Waschtisch weisen ebenfalls eine weiß glänzende Oberfläche auf. Es ist eine leicht veränderte Rezeptur, die den Unterschied zwischen Mineralguss und Keramik ausmacht. Denn im Vergleich zu Keramik lässt Mineralguss andere Formgebungen zu und zudem sind auch Auf-Mass-Fertigungen möglich.

  • Keramik

Die Sanitär-Keramik – bei ihr handelt es sich ohne Frage um das am meisten verbreitete Material, wenn es um die Herstellung von Waschtischen und anderen Sanitärprodukten geht. Ton und Kaolin sind die Bausteine für Sanitär-Keramik, wobei der Ton der Formbarkeit der Rohkeramik dient. Die Rohkeramik wird im Anschluss mit einer Glasur überzogen und gebrannt, die aus Quarz, Kreide, Feldspat und anderen Bestandteilen besteht. Durch diesen Produktionsprozess kommt es zu der bekannten hochglänzenden glatten Oberfläche, die zudem sehr dicht und hygienisch ist.

  • Glas

Ein Waschtisch aus Glas ist etwas ganz besonderes und vor allem elegant. Er stellt ein echtes Highlight im Bad dar und unerreicht ist die einmalige Farbauswahl, die aus über 200 Farben und Farbnuancen besteht. So kann der Waschtisch auf die Wand- und Bodenfliesen farblich abgestimmt werden oder aber mit einer design-orientieren klaren Farbgebung wie beispielsweise Blau, Rot, Grau oder Schwarz. Im Übrigen sind die Glaswaschtische ebenso stabil und unempfindlich wie Keramik- und Mineralguss-Waschtische. Allerdings weist Glas auch einen Vorteil auf durch seine glatte, geschlossene Oberfläche: Dieser können sogar Säuren und säurehaltige Chemikalien nichts anhaben.

  • Neolith

Hier wird von einer modernen Hightech-Porzellan-Keramik gesprochen, die über extrem hohe physikalisch-mechanische Eigenschaften verfügt und die ganz besonders für den Einsatz im Bad und der Küche geeignet ist. Dieses Material ist kratzfest, UV-beständig, weist eine hohe Bruchfestigkeit auf und ist nicht brennbar. Die Summe der positiven Eigenschaften plus dem Fakt, dass das Material durch die geschlossene Oberfläche keine Feuchtigkeit aufnimmt, führt dazu, dass Neolith ein sehr beliebter Werkstoff ist. Dieser wird nicht nur bei Waschtischen eingesetzt, sondern auch für Küchenarbeitsplatten genutzt wird oder Türverkleidungen und vielen mehr.

  • Ecomalta

Dieses Material ist besonders für den Einsatz im Bad geeignet, da es durch seine hohe Festigkeit und Elastizität überzeugt. Ecomalta ist ein Material, dass feuer- und wasserfest ist und eine resistente, formstabile und atmungsaktive Oberfläche aufweist, die leicht zu reinigen ist. Aber auch bei Möbeln, Tischen, Fassaden und Verkleidungen kommt dieses Material zum Einsatz, vor allem wenn eine steinartige Optik gewünscht ist sowie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse. Wegen seiner besonders hohen Robustheit weist Ecomalta eine sehr lange Lebensdauer auf, weswegen es auch bei der Innen- und Außengestaltung von Büro- und Industriegebäuden und Hotelanlagen genutzt wird.

Die Auswahl des Waschtischs

Bevor es daran geht einen Waschtisch zu kaufen, muss geprüft werden, ob man im Waschtisch-Bereich Stauraum gewünscht wird oder nicht. Wenn ja, dann kommt ein Badmöbel mit Waschtisch infrage. Beachtet werden muss, dass ein Doppel-Waschtisch sicherlich gut aussieht und auch praktisch ist, aber für ein kleines Bad ist diese Variante eher ungeeignet. Das bedeutet, dass man sich bei der Auswahl des Waschtischs stets nach der Größe des Badezimmers richten, aber dabei nicht die persönlichen Anforderungen außer Acht lassen sollte.

Einbau und Befestigung – der Unterschied bei den Waschtischen

In der Regel werden Waschtische in eine Trägerplatte eingelassen oder aber in ein Badmöbel integriert. Dabei unterscheiden sich die Waschtische nicht nur in ihren Materialien, sondern auch in der Art der Befestigung. So wird ein Einbauwaschtisch von oben in die Trägerplatte eingelassen, die aus Holz, Marmor, Keramik oder Kunststoff bestehen kann. Damit es nicht zu störenden Kanten kommt, wird auf einen bündigen Abschluss geachtet. Ein Möbelwaschtisch sorgt für zusätzlichen Stauraum, wobei der Waschtisch dabei mit einem Unterschrank verbunden und in diesen fest verbunden ist. Der Vorteil ist, dass alle störenden Rohre und Leitungen im Unterschrank verschwinden, was für eine bessere Optik sorgt.

Der Aufsatzwaschtisch wird direkt auf die Trägerplatte oder den Unterschrank montiert. Je nach Modell kann das Modell entweder halt eingelassen werden oder aber vollständig sichtbar sein – womit man sich für eine ganz individuelle Optik entscheiden kann. Der Vorbauwaschtisch ist eine andere Variante und dieser ist direkt per Vorwandelement und Halterung an der Wand befestigt. Auch hier kann ein Waschtischunterschrank integriert werden, der je nach Bedarf bzw. nach Geschmack auf den Boden gestellt oder ebenfalls direkt an der Wand montiert wird.

Für kleine oder besonders geformte Bäder gibt es noch ganz individuelle Lösungen an Waschtischen. So kann sich ein Eck-Waschtisch als sinnvoll erweisen oder ein Modell mit Standfuß. Zudem werden von einigen Herstellern sogar Waschtische angeboten, die direkt auf Maß gefertigt werden.